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R E N
É D O H M E N & J U M P E
L D Ü R B E C K
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Jumpel: Es war ein sehr
unheimliches Gefühl, als wir die Garage ausräumten, die ganz voll war von
Bildern mit religiöser Symbolik. Ich dachte immer nur: „Lasst das bloss
alles liegen“. René: Zwei Tage später,
nachdem wir angefangen hatten zu renovieren, kamen zwei Sektenmitglieder und
fragten, was wir denn so machen würden. Sie würden die Energien bis zu
ihrem Haus spüren. Es war ziemlich unheimlich. "Wir
haben jedes Wochenende Party gemacht und Das Verrückte war jedoch, dass wir
jeden Tag geprobt und jedes Wochenende Party gemacht haben - bis sechs oder
sieben Uhr - bei offenen Türen und Fenstern. Die Nachbarn haben sich kein
einziges Mal beschwert. Bis ich sie dann mal gefragt habe, wieso sie sich
nicht beschweren würden. Sie meinten nur: „Leute die feiern, sind glückliche
Leute, die darf man nicht stören“.
Bones - live in concert. Jumpel: Sie waren sehr
friedliche Leute und wollten uns auch nicht bekehren, aber was trotzdem immer
dieses komische Gefühl. Was du nicht kennst und einschätzen kannst, macht
Dir erstmal ANGST. Wir haben ein Jahr da gelebt. Dann wurde das Haus und
der Ort für uns zu klein. Es gab nichts; noch nicht mal einen
Zigarettenautomaten. René: Wir haben da
zusammen gegessen, geprobt, geschlafen und teilweise auch noch den gleichen
Job zusammen gemacht. Was für ein Job war das? René: Messebau.
Allerdings nur manchmal. Jumpel: Was ich ziemlich
toll fand war, dass die Garage direkt neben dem Proberaum lag. Wenn wir
nachts von Auftritten oder der Arbeit zu
Hause ankamen, fuhren wir in die Garage, schlossen die Tür und
huschten in unsere Betten. Wir fühlten uns wie eine Gangsterbande, die ihr
Versteck aufsucht. "Wir
fühlten uns wie eine Gangsterbande, René: Wir sind damals
von jedem Auftritt direkt nach Hause gefahren. Ich kann mich an einen
Auftritt erinnern, im Cafe „Swing“.
Wir spielten von ein Uhr nachts bis drei Uhr und fuhren dann direkt zurück. Einen Tag hin und am gleichen Tag zurück. Woher kam der Entschluss, nach Köln
zu gehen? René: Die ersten
Plattenfirmen nahmen Notiz von uns. Auch die Presse zog langsam nach. Wir
standen dann schon mal in der Stadt
Revue. Außerdem hatten wir es dann nicht so weit, um uns zu besaufen,
das war von Rieferath aus ja immer eine halbe Weltreise. Unser erstes Konzert
gaben wir im Underground zusammen
mit den Flowerpornoes. Dann sind
Jumpel und ich ins Westcenter Hochhaus in Köln-Bickendorf gezogen.....
Ein Solitär in Bickendorf: das West-Center am frühen Morgen. Foto: Wolfgang Schreck Jumpel: Ein kaputter Ort. Wir hatten früher mal einen Gig im Starclub in der Wilhelm-Mauser-Straße, dem späteren Empire und kamen am Westcenter vorbei. Eine Frau im Haus schrie die ganze Zeit um Hilfe. Ich meinte zu René: „Stell Dir vor, Du müsstest hier leben“. Ein wirklich grauenhafter Gedanke. Ein paar Jahre später zogen wir dann dahin.
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