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R E N
É D O H M E N & J U M P E
L D Ü R B E C K
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Wo wurde euer erstes EMI Album
produziert? René: Bei Conny Plank. Das war phantastisch! Wir haben auch einen Monat dort
gewohnt. Jumpel: Es
machten sich ganz neue Türen auf; die goldene Schallplatte für Ultravox’s
„Vienna“ hing im Klo direkt über deiner Nase und überall im Studio
lagen irgendwelche Sachen von bekannten Bands rum. Das imponiert natürlich,
wenn du als kleine Kölner-Band da aufnimmst. Das war sogar wie Ferien, auch
mit eigener Köchin, die uns jeden
Tag ein Super Essen zelebrierte. Du stehst morgens nach einer langen
Studionacht auf uns setzt dich an ein perfektes Frühstück.
Rene und Jumpel mit ihrer Band "Bones" - Foto: Stefan Malzkorn Musstest Ihr in dieser Zeit noch
arbeiten? René: Wir mussten die
ganze Zeit noch nebenbei arbeiten. Wir haben zwar ein wenig Vorschuss vom
Verlag und der EMI bekommen, aber
das war zu wenig für fünf Leute. Aber in den Plank Studios haben wir auch
nichts ausgegeben. Wie hoch war die Auflage eurer ersten
Major Produktion? Jumpel: Das war eine fünftausender
Auflage, die auch vollständig vergriffen ist. Das ist nicht besonders viel. EMI
hat aber weiterhin an uns geglaubt und uns eine weitere CD produzieren
lassen, die noch aufwändiger war als die vorherige Produktion.
Die Aufnahme läuft. René: Die haben wir in Belgien aufgenommen, in den Gams Studios. Sehr tolles Studio. Die Sache wurde von Jon Caffery produziert. Der mit Bands wie den Toten Hosen, den Einstürzenden Neubauten und Joy Division gearbeitet hatte. Jon hat als 17jähriger auch „God Save The Queen“ von den Sex Pistols produziert. Ich hatte ein Interview von ihm gelesen. Das hat mich begeistert und daraufhin schickte ich ihm ein Demo von uns. Irgendwann rief er an und wollte sich mit uns treffen, so ging das dann seinen Weg. "Jon
Caffery war von unseren Aufnahmen begeistert,
Jumpel: Wir waren dann
zwei Monate da. Das Studio lag in einer alten Scheune. Daneben stand ein
altes Gasthaus, in dem wir auch unsere Zimmer hatten. Das war vom Feinsten
und wir konnten alles ausprobieren, was wir wollten. Bei einem Stück haben wir das
Schlagzeug in einer Fabrikhalle aufgenommen. René hat Gitarre auf einer
Wiese gespielt. Das Klavier wurde in einer alten Bar aufgenommen. Alles war möglich.
Schöne Zeit!
René während der Aufnahmen im Studio. René: Für das
Gitarrenspiel im Garten haben wir einen halben Tag gebraucht, um die
Mikrophone richtig einzurichten. Das Problem war, dass die Platte so teuer
geworden ist, dass hinterher kein Geld mehr für Promotion da war. Das Einzige, was mit dem neuen Album geschah, war, das wir auf Resonanz in England stiessen. Wir hatten eine gute Besprechung im NME und dann auch einen Booker vor Ort. Wir spielten mehrere Konzerte in London und eines in "Wir
waren nun in der gleichen Abteilung wie Birmingham. Wir hatten auch ein englisches Management. Leider hat sich das
nicht ausgezahlt, da der Mann, der uns zu EMI
gebracht hatte, die Firma verliess. Wir hatten somit unseren einzigen Verbündeten
verloren. Doch dann ging es sehr schnell und
rapide bergab. Wir waren nun in der gleichen Abteilung wie die Schlümpfe
(„Lied der Schlümpfe“). Absprachen wurden nicht eingehalten. Es war
einfach nur schrecklich.
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