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W I L L I G L E N O - G E L O N E C K |
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Die
Altstadt steht in dem Ruf, daß Wirte öfter Schutzgeld bezahlen müssen.
Hast du dich mit diesem Problem auch herumschlagen müssen? Willy: Bisher nur einmal. Vor ungefähr zehn Jahren sind 15 Kurden in den Laden marschiert, haben uns mit Pistolen bedroht und Schutzgeld erpresst. Haben sich Getränke bringen lassen und nichts bezahlt. Als sie Hausverbot erhielten, haben sie sich mit Gewalt Zutritt verschafft. Man wurde bedroht und eingeschüchtert. Ich habe das Gespräch mit dem Rädelsführer gesucht. Mit wenig Erfolg. "Es
stellte sich übrigens heraus, das die Bande aus Sozialhilfeempfängen Es hieß
nur, die "Mädchen" müssen für uns auf den Strich gehen und du mußt die
Summe X bezahlen, dann beschützen wir dich. Worauf ich entgegnete: „Ich
weiß mich auch selber zu schützen“. Mein Hinweis, daß ich die Polizei
rufen würde, ging im Gelächter unter. Einige meiner Gäste sind
Kripobeamte, von daher hatte ich einen speziellen Draht.
Hotel Timp (rechts) und Blick auf die Pipinstraße in den 60er Jahren. Als die
Herrschaften das nächste Mal wiederkamen, rief ich die Sondernummer für
solche Fälle an und es hielten mehrere Mannschaftswagen vor dem Lokal.
Beamte in Kampfmontur haben dann das Hausverbot durchgesetzt. Zum Abschied
erhielt ich einen Hinweis des Anführers das ich mit meinem baldigen Tod zu
rechnen hätte. Ich war in großer Sorge. Drei Tage später stand im Express, daß der Kopf der Bande von einem marokkanischen Türsteher erschossen worden war. Die Bande hatte versucht, das gleiche Spielchen wie bei uns in der Flughafendisco abzuziehen. "Ich
plane einen autobiographisch angehauchten Roman. Es
stellte sich übrigens heraus, das die Bande aus Sozialhilfeempfängern
bestand, die im Leben nicht sehr viel zu melden hatten. Ihre Mütter weinten,
ob der kriminellen Karriere, die ihre Söhne eingeschlagen hatten.
Willi und Inge essen gerne Kuchen. Wie sehen
Deine Pläne für die Zeit nach dem“ Timp“ aus? Willy:
Ich schreibe sehr
gerne und habe diesbezüglich einige Schriftstellerkurse absolviert. Ich
plane einen autobiographisch angehauchten Roman. Er soll „Mal im Dunkel
und mal im Licht“ heißen. Vielen
Dank für das Interview.
ZUR HOMEPAGE DES HOTEL TIMP: (Bitte Bild anklicken) Seite 8 |
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