heinz ganss / king size dick

"Bei der Bundeswehr fing mein Musikerleben an."


Bürgerlich heißt er Heinz Ganss, und aus dem Leibesumfang junger Jahre ergab sich sein Kosename, der später zum Label für die Bühne wurde.
King Size Dick macht just dieser Tage die 65 Lebensjahre voll, Körperfülle und Rauschebart sind inzwischen diskret zurückgestutzt, und erst kürzlich ist er mit seiner Frau in ein Häuschen mit Garten im halbländlichen Gymnich gezogen.
Christian Köhl traf den Jubilar zu einem interessanten Gespräch.   
 


 

 

 

Wann und wo bist Du geboren?  

Heinz Ganss: Am 29. Dezember 1942 in Köln. 

Du bist erst vor einem Jahr ein neues Projekt mit Deinem früheren Mitstreiter Alex Parche angegangen. Was ist passiert?

Heinz: Mit Alex hatte ich vor, noch mal an unsere gemeinsame Zeit anzuknüpfen. Vor fast dreißig Jahren, so 1978, waren wir eigentlich der Zeit voraus mit „Schweine in weißen Westen“. Und jetzt dachten wir, das legen wir das noch mal auf, das passt heute besser als je vorher.


 

 

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Wir waren also im Studio, hatten alles eingesungen, hatten alle Lieder ausgesucht, es fehlte noch ein neues Stück, und Alex sagte „ich geh jetzt mal nach Hause dann fällt mir schon was ein.“
Dann kam der am anderen Tag und sagte: „Jetzt hab ich die Headline: „Es ist zu Ende, wenn’s zu Ende ist“ – Ich singe das also drauf, er fährt nach Hause.


"Ich geh jetzt mal nach Hause, dann fällt mir schon was ein."


Am nächsten Morgen kriege ich den Anruf: Alex Parche -- Schlaganfall, gleich fünf Stück. Jetzt liegt der in Merheim seit Sylvester 2006; und wir hatten uns so drauf gefreut auf das Comeback von „Dick & Alex“ 

Wie geht’s denn jetzt mit Alex weiter? 

Heinz: Jetzt geh ich ihn in Merheim jeden Sonntag besuchen. Reden kann er noch, stottert aber, sagt alles zweimal, und er sagt „ He D-d-d-d-ick, w-w-w-w-ie g-g-g-gehts dir.“
Der weiß noch alles, wenn de was frägst -- Gehirn hat nix abgekriegt, aber für’n Gitarristen ist das schon hart sich nicht mehr bewegen können.


 

 

 

 

 

 

 

 

 


Die CD erscheint jetzt erstmal noch nicht, muss ihn erstmal fragen bis der halbwegs fit ist – kenne ja Alex Parche. Ein liebenswerter Mensch, aber mancher wundert sich, wie der im Studio rumkrakeelt hat, „Wat is dat für’n Scheiß, wer hat das gemixt, Pfeife …“ das so war seine Sprache. Der lag ja zwei, drei Monate im künstlichen Koma.

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