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Hans Knipp 

Für immer unvergessen: Hans Knipp, hier am Blumenfenster   -  Foto: Dr. Dieter Glave  

"Solange es geht, will ich neue Lieder schreiben"


Wer kennt sie nicht,  die alten Hits wie "Ene Besuch em Zoo", "Mir schenke dä Ahl e paar Blömcher" oder "Ming eetste Fründin"? Der 1946 in Köln geborene Liedermacher hat diese und mehrere hundert weitere Stücke geschrieben. Säuberlich in drei Aktenordnern lagert ein nicht unwesentlicher Bestandteil der seit 1970 fruchtbaren Zusammenarbeit mit den Bläck Fööss.
Für "Hand in Hand", einer mit dem Kölner Jugendchor St. Stephan aufgenommenen CD zum Weltjugendtag 2005 hat Hans Rainer Knipp den Text für den Titelsong geschrieben.

Am Freitag, 2. Dezember 2011 verstarb Hans Knipp in Altenkirchen/Ww. an Herzversagen. 

 

 

 

 

 

Kölninside: Herr Knipp, verraten Sie uns Ihr Geburtsdatum?
Hans Knipp:
Das war der 10. Mai 1946 in Köln Mülheim, op d´r schäl Sick im Dreikönigen-Hospital. 

Was waren Ihre ersten Erfahrungen mit Musik?
Hans Knipp:
Die lagen in meiner Kindheit. Ich habe schon immer gerne gesungen. Durch meine Verwandtschaft, die aus dem Rhein/Sieg Kreis kommt, bin ich mit Blasmusik aufgewachsen. Mit Marschmusik und Walzer.  


1952 kam ein Photograph nach Köln-Mauenheim in die Bergstraße und machte eine Gruppenaufnahme.
(Hans steht in der mittleren Reihe als erster von links)


Mein Vater, der Postbeamter war, wollte Sänger werden; er hatte eine gute Stimme und nahm bei einem Professor Privatstunden. Das hat sich leider hinterher zerschlagen. Der Schwerpunkt meiner frühen musikalischen Erfahrungen lag auf dem Volkstümlichen, andere sind mit E-Musik oder mit Jazz groß geworden, ich nicht.  


"Andere sind mit E-Musik oder Jazz groß geworden, ich nicht."


In der frühen Nachkriegszeit waren die Menschen verständlicherweise mit Überleben beschäftigt. Und der eigentliche musikalische Horizont war eher rückwärtig und damit an der Vergangenheit ausgerichtet. Man orientierte sich an Vorkriegsschlagern. Das auch andere musikalische Welten existierten, wurde erst später wahrgenommen.  

Erinnern Sie sich am Ihre erste gekaufte Schallplatte?
Hans Knipp
: Die habe ich für meinen Vater gekauft. Er hatte für uns eine Musiktruhe erstanden, von der ich vermutet habe, daß es sich um ein Fernsehgerät handeln würde. War’s aber leider nicht. 


"Ich hatte vermutet, daß es sich um ein Fernsehgerät handeln würde."


Ich war tief enttäuscht, habe ihm aber trotzdem eine Platte von Billy Vaughn gekauft. Kennen sie dessen Musik?

Leider nicht. Aber erzählen Sie uns mehr über ihn.
Hans Knipp
: Er hatte einen sehr eigenen Sound, der auch nach ihm benannt war. Zwei Saxophone, vergleichbar mit dem Sound des Bläck Fööss Stücks „Bye, Bye, My Love“.


Schulausflug Humboldt-Gymnasium: Hans Knipp (Zweiter von rechts)


Die erste Schallplatte, die ich mir selber gekauft habe, war wahrscheinlich von Freddy Quinn, Peter Kraus oder Conni Froboes. Es gab ein Label namens „Atempo“. Das war so ein Billiglabel. Die originalen Interpreten waren nicht darauf zu finden. So etwas habe ich mir damals gekauft.