armin maiwald

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 "In Köln wurden wir dreimal ausgebombt."


Armin Maiwald wurde 1940 in Köln geboren und studierte Theaterwissenschaft, Germanistik und Philosophie an der Universität Köln. Von 1963 bis 1968 war er als Regieassistent und Regisseur für diverse Programme beziehungsweise Fernsehspiele des WDR tätig. Seine erste Regie führte Armin Maiwald 1965 bei „René Gardi erzählt“. 
1972 gründete er als alleiniger Inhaber, Produzent und Regisseur die Produktionsfirma Flash Film. In dieser Zeit produzierte und inszenierte er verschiedene Fernsehsendungen, wie „Schlager für Schlappohren“ mit dem legendären Hasen Cäsar, „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“, „Der Spatz vom Wallraffplatz“ oder „Fortifeif“.

Bis heute hat Armin Maiwald mehr als 600 Sachfilme für die „Sendung mit der Maus“ konzipiert, produziert und moderiert, sowie zahlreiche Einzelsendungen, wie etwa „Sandmännchen“, „Rund um den Dom“, „Die Geheimnisse der Severinstraße“ und die Filme über seine Tochter.
Armin Maiwald wurde für seine Arbeiten mit vielen Auszeichnungen bedacht, so erhielt er beispielsweise 1988 den Adolf-Grimme-Preis, 1991 den Goldenen Spatzen und 1995 für sein Gesamtwerk das Bundesverdienstkreuz.


 

 

 

Herr Maiwald, wann wurden Sie geboren? 

Armin Maiwald: Am 23. Januar 1940 in Köln. 

Sternzeichen Wassermann?  

Armin Maiwald: Ich bin Wassermann, aber ich glaube nicht an Bestimmungen im Sinne von Horoskopen, was ich im Laufe meines Lebens bestätigt finde. Wenn man Leute trifft, die das gleiche Sternzeichen haben, dann findet man ähnliche Eigenschaften bei denen. Es könnte so sein, das die Geburtszeit doch ein bisschen Einfluß auf die charakterlichen Eigenschaften hat. 

Von welchen Sternzeichen sind Sie privat umgeben? 

Armin Maiwald: Meine Frau ist Zwilling, mein Sohn ist Jungfrau, meine Tochter ist Schütze. Man sagt, das Zwilling und Wassermann ein ideales Paar sind, bei meiner Frau und mir trifft das irgendwie zu - wir sind schon ewig verheiratet und fühlen uns immer noch wohl dabei. 


"Meine Mutter kam dann mit meiner Schwester nach Hause
und die Wohnung existierte nicht mehr."


Sie sind im Krieg aufgewachsen, welche Erinnerungen haben Sie an diese Zeit? 

Armin Maiwald: Wir wurden in Köln dreimal ausgebombt, unsere Wohnung war am Rothgerberbach, Ecke Großer Griechenmarkt, meine Mutter hatte noch ein Kind bekommen, kam dann mit meiner Schwester nach Hause und die Wohnung existierte nicht mehr.

Wir zogen zu meiner Tante in die Engelbertstraße, aber nur für ein paar Wochen bis das Haus über dem Luftschutzkeller zusammenfiel und wir fast verschüttet worden wären. Danach lebten wir in der Wohnung der Großmutter in der Richard-Wagner-Straße, wurden dort aber schon nach kurzer Zeit wieder ausgebombt.


"Jetzt hatten wir keine Verwandten mehr in Köln und mußten
nach Schlesien zu den Großeltern väterlicherseits."


Jetzt hatten wir keine Verwandten mehr in Köln und mußten nach Schlesien zu den Großeltern väterlicherseits. Mein Vater war Konditormeister und hatte ein Café an der Agneskirche, das er schließen mußte, als er zum Kriegsdienst eingezogen wurde. Er ist kurz vor Kriegsende gefallen.

Aus Schlesien sind wir vor den Russen weggelaufen, zu Verwandten meines Vaters in Dresden, danach nach München, dann nach Weilheim in Oberbayern und schließlich nach Lefting am Staffelsee.

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