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"Ich bin Monomane, was Musik betrifft."
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Wann
und wo bist du geboren? Boris: Am 14.Mai 1972 in Kiev, der ehemaligen UdSSR. An die deutschen Fleischtöpfe sind wir 1979 gekommen. Kurz gesagt, mein Vater, der beim Militär war, hat einen verbrecherischen Befehl verweigert und damit Menschenleben gerettet. Die Folge war das wir offiziell des Landes verwiesen wurden.
W eich gebettet: Boris Polonski in jungen JahrenZuerst
sind wir nach Wien gekommen und haben dort auf eine Reiseerlaubnis nach Dänemark
gewartet. Dort sind wir nicht in die Lotterie gekommen, weil es an Medizinern
keinen Mangel gab. Man machte die Einreise vom Beruf abhängig.
Nach Hause telefonieren, Boris 1974 am Telefon. Mein
Vater hat ziemlich schnell Arbeit als Oberarzt in Duisburg gefunden. Wir sind
ihm hintergereist. Über verschiedene Stationen sind wir dann in Solingen
gelandet. Nach dem Abi habe ich mich nach Italien abgesetzt. Ich bin dann
aber Ende `92 nach Köln gekommen. Was
waren die ersten Sachen die Dir musikalisch in Erinnerung geblieben sind? Boris:
Shostakowich! Die erste selbst gekaufte Single hat mich nicht so geprägt. Das
war “Stand And Deliver“ von Adam And The Ants. Die wirklich prägende, hatte folgendes Vorspiel. Ich war krank und ein Mädchen aus der Nachbarschaft hat mir drei Sachen hochgebracht. Das waren Kraftwerk „Das Model“, DAF „Tanz den Mussolini“ und die LP von Visage. Die Platten habe ich bis zum Abwinken auf meinem kleinen " Ich bin Monomane, was Musik angeht. Ich kannmir ein Stück hundert Mal am Tag anhören." Monoplattenspieler gehört.
Ich bin Monomane, was Musik angeht, ich kann mir ein Stück auch hundert Mal
am Tag anhören. Das war 1982. Wann
hat es mit Dir und dem aktiven Musikmachen begonnen? Boris:
Da bin ich sehr
durch die Familie geprägt. Meine Großmutter war Musikerin und ich durfte
als Kind nicht ans Klavier. Die Frau war klug, hätte ich es gedurft, wäre
ich wahrscheinlich nicht Musiker geworden
W eihnachten 1974 in der Schule.Ich
habe mir mit Zwölf den Film „Amadeus“ angekuckt und war absolut
ergriffen. Andere Kinder haben bei „E.T.“ geweint und ich bei
„Amadeus“. Ich habe mir eine Melodie aus dem Film gemerkt und
aufgeschrieben. Ich konnte damals schon Noten lesen und habe diese Melodie
auf meiner Orgel nachgespielt. " Andere Kinder haben bei "E.T." geweintund ich bei "Amadeus"." Da
habe ich festgestellt, dass ich komponieren kann. Da wusste ich, dass ich
nichts anderes machen möchte. Später, als ich mich dann als Komponisten
erklärt hatte, musste ich Cello lernen. Das Cello habe ich dann glücklicherweise
irgendwann verkauft und mir von dem Geld ein Samplinggerät gekauft, mit dem ich dann die ersten Technoplatten gemacht habe.
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