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P
E T E R
S A R A C H
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"Jeder anständige Sänger war schon mal im Knast" Geboren
in 1961 in Spanien und aufgewachsen im sonnigen Barcelona. Er entdeckte schon
früh seine Leidenschaft für Literatur und Musik. .
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Wie hat es
bei dir mit der Musik angefangen? Peter: Die
erste Band in der für Geld Musik gemacht wurde, hieß „Thandoy“. Englische Hippies mit denen ich herum gezogen bin. Sie
klangen wie Steve Hillage und Pink
Floyd, allerdings mit Punkrockeinflüssen.
Wasserschi in den 70er Jahren in Aigua Blava Es war
1976/1977. Wir haben damals auch schon solche Sachen wie „Cocaine“
von Dillinger gecovert. Reggae,
Punk Rock und auch psychedelische Musik gespielt. Einer ist immer mit seinem
Schraubenzieher auf seine Gitarre los. Die ganze Band ernährte sich davon,
daß von der Gage immer Dope gekauft wurde. Der wurde dann immer verdealt und
verkifft. Es gab nur eine
Mahlzeit am Tag. Was mich dazu zwang, irgendwann nicht mehr Vegetarier sein
zu wollen. Bist Du in
einer Hippie Familie großgeworden?
Carole Laveau vom französischen Teil der Familie kippt den kleinen Peter aus der Wanne. dann nach Spanien gezogen. Dort bin dann aufgewachsen und zur deutschen Schule gegangen. Erst in
Madrid und ein paar Jahre später in Barcelona. Das war noch zu Francos
Zeiten, damals hatte ich schon die Liebe zur Musik. Mein Vater hat sehr viel
Musik gehört, hauptsächlich Jazz. Er reiste oft nach Amerika und brachte
dann auch diese ganze Hippie Musik mit z.B. Jimmy Hendrix, Santana und Woodstock-Kram. " Wir waren eine Globetrotter-Familieund sind sehr viel gereist." Für mich
ist seit dem ich denken kann, der Plattenspieler das Größte gewesen. Die
erste Sache die gehört habe, war Hildegard
Knef. Die habe ich jahrelang gehört und höre sie heute immer noch. Von
ihr hatten wir zwei Platten. Eine mit Brecht-Interpretationen wie zum
Beispiel Seeräuber Jenny.
Bereit zum Sprung in den Swimmingpool, Peter 1970 in Madrid Meine absolute Lieblingsnummer ist „Er hieß nicht von Oertzen.“ „Denn
das Schloß von dem er sprach war ein Vorhängeschloß an dem Keller an dem
er sich erschoß. Er hieß nicht von Örtzen doch das war mir gleich, denn
solange ich ihn liebte war ich so reich. Er hat mir im Leben so vieles
gegeben, doch dann kam der große Zapfenstreich.“ Ich habe den
Text damals gar nicht verstanden. Er hatte damals die gleiche
Magie, die später Lou Reeds „Walk
On The Wild Side“ auf mich ausübte. Nicht zu vergessen Leonard Cohen,
eine meiner größten Heros.
Hüllenlos in Bagdad Das war in
Barcelona? "Wenn
ich aus einer U-Bahnstation rauskam, Wenn ich aus einer U-Bahnstation rauskam, war ich plötzlich von Krieg umgeben. Da ich mit diesem Krieg zu jener Zeit nichts zu tun hatte, bin ich wieder nach unten. Ab in die nächste U-Bahn und woanders hin.
August 1972 in Aigua Blava Die Zeiten änderten sich. Nach
vierzig Jahren Faschismus bewegte
sich Spanien einer Freiheit zu, die dort lange vermisst worden war und plötzlich
wie eine Bombe losging. Es war aufregend. Auch wenn es bei vielen in der
Selbstzerstörung endete.
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