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"Ich bin mehr Einzelkämpfer als Mannschaftsspieler"

 

Anm. der Redaktion: weitere Fotos folgen in Kürze

 

Was waren Deine ersten musikalischen Einflüsse?

Frank: Meine erste Platte war eine LP von Kraftwerk, da war ich zwölf, "Trans Europa Express". Besonders fasziniert war ich von „Europa Endlos“. Das spielte ich dann auf dem Klavier nach.  


Frank daheim vorm Schwarzweiss Fernseher, ca. 1970.
Foto von Papa Uwe Schnütgen 


Hattest Du Klavierunterricht?

Frank: Ja, ich hatte als Kind eine musikalische Ausbildung am Klavier. Das zog ich sieben Jahre durch, habe Noten gelernt, bin aber irgendwann auf Schlagzeug umgestiegen.  


Der kleine Frank 1971 bei einem Minidom Familienausflug.
Geknipst von meinem Vater Uwe Schnütgen.  


Welche Musik hast Du sonst noch gehört?

Frank: Ich bin Plattensammler, angefangen Platten zu kaufen hab ich mit der Neuen Deutschen Welle. Aber diese NDW-Sachen waren schnell ausgebrannt.
Heute höre ich lieber die experimentelleren Sachen von damals wie die „Edelweiss“ von Joachim Witt. Dann kamen aber auch schon die ersten Rap-Sachen, Grandmaster Flash, die ersten Breakdance-Sachen.  

Hast Du das auch gemacht? 

Frank: Beim Breakdance war ich nicht so gut wie andere, ich bin mehr Einzelkämpfer als Mannschaftsspieler, da ist man zu sehr von anderen Leuten abhängig.

Ich bin BMX gefahren, das war mehr mein Ding, mein erstes Fahrrad hatte ich schon Weihnachten 1979 bekommen. Beim Sportpresseball in der Kölner Sporthalle stellte ich 1983 im Weitsprung mit dem BMX Rad einen neuen Rekord auf. Ich bin ohne Rampe über 19 Menschen gesprungen, Das kam ins Guiness-Buch. Der Rekord ist aber später von einem Ami auf 21 Leute verbessert worden.  


Frank Schnütgen, ca. 1982. Jumpramp in der Hansestrasse, Porz
Foto: Jörg Bertram


Wie bist Du dazu gekommen?

Frank: Nach dem Abitur hatte ich zuerst keine Lehrstelle und musste auch nicht zur Bundeswehr, untauglich. Nach einem Autounfall in der 5. Klasse lag ich mal eine zeitlang im Streckbett. 

Also fuhr ich erstmal ein Jahr lang nur BMX, 1987 bin ich dann zur Weltmeisterschaft nach England und wurde dort Weltmeister im BMX Freestyle, Kategorie Rampe. So kam der Kontakt zur Firma Titus zustande, ein bekannter Lieferant für alles, was mit Skateboards und BMX zu tun hat. Seitdem tritt das Äi-Tiem auf fast allen Skate- und BMX-Contests auf.  


Frank Schnütgen 1997 auf dem Dach des Bochumer Starlight Express
Parkhauses. Trick: Backwards Peadal Picker.  Foto: Ralf "Ralli" Mayer