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Rich Schwab

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Ich war dreißig Jahre auf Tour."


Der 1949 in Köln geborene Rich Schwab gründete bereits mit 14 Jahren seine erste Band. Später war er sieben Jahre der Bassist der legendären Schroeder Roadshow.
Der ehemalige Kneipenwirt arbeitet als Musiker, Komponist und Autor. Rich Schwab schrieb 1992 seinen ersten Roman „Nie wieder Apfelkorn“. Weitere Bände mit der beliebten Titelfigur Büb Klütsch sind erschienen. 


 

Kölninside: Rich, wann wurdest Du geboren?
Rich:
Im Dezember 1949 in Köln-Hohenlind. Bis zu meinen fünften Lebensjahr lebten wir in Vogelsang.  

Dein Sternzeichen ist der Schütze. Bist du ein typischer Schütze?
Rich:
 Ich denke schon, wenn es stimmt, was in den einschlägigen Publikationen über dieses Sternzeichen steht. Was den Schützen besonders auszeichnet, ist sein ausgeprägter Sinn für Gerechtigkeit – der natürlich auch seine Kehrseite hat, wie alles im Leben. Wer zu selbstgerecht wird, kann sehr schnell zum Kleinbürger mutieren. Darauf muss man aufpassen, aber wahrscheinlich nicht nur als Schütze.


Der Eisbär kommt: Der kleine Rich mit seiner Mutter im Jahr 1950.


Du bist von Hause aus Bassist. Dieses Instrument wird von Gitarristen oft  als Trottelharfe gescholten. Hattest du öfter mit diesen Vorurteilen zu kämpfen?
Rich:
Der Begriff „Trottelharfe“ stimmt, wenn man beginnt das Instrument zu lernen, mit Sicherheit. In den ersten Jahren mussten mir Gitarristen manchmal zeigen, welche Töne ich spielen soll, damit das Ganze zusammenpasst. Dann kam aber auch die Zeit, in der man gelernt hatte, sich von den richtigen Leuten was abzugucken.


"Ich war schon recht früh sehr schnell auf meinem Bass."


Ich war schon recht früh sehr schnell auf meinem Bass und konnte dem einen oder anderen Gitarristen schon öfter mal was vormachen. Von daher hatte sich das mit der „Trottelharfe“ ziemlich schnell erledigt.  


Der kleine Rich hat alles unter Kontrolle, 1952 


Woher stammt Deine Faszination für „Tom Waits“?
Rich:
Er  hat am gleichen Tag Geburtstag. Das finde ich lustig. Was Waits musikalisch macht, finde ich nicht schlecht. Mittlerweile schmort er ein bisschen sehr in seinem eigenen Saft, aber er hat früher sehr innovative Sachen gemacht. 


"Was Waits rauszufinden trachtete, war,wie er an Drogen kommt."


Witzigerweise haben wir uns mal kennen gelernt. Im Rahmen seines ersten Rockpalast-Auftritts. Ich hatte den Job, den Monitormix zu machen. Er war sehr unzufrieden mit mir und ziemlich grenzwertig drauf. Die Band hat sich sehr freundlich bei mir bedankt für den guten Monitormix, nur er fand an diesem Tag wohl alles schlecht. War wahrscheinlich nicht sein Tag. Ich saß auch anschließend mit Waits und Regisseur Christian Wagner in irgendeinem Kämmerchen; Christian versuchte ein Interview mit ihm zu machen. Und alles, was Waits rauszufinden trachtete, war, wie er an Drogen kommt. War sehr unergiebig, dieses Interview, aber das Konzert war geil.


Nicht für die Schule, sondern fürs Leben lernen. Rich Schwab 1958.


 

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