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Mal Sondock
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Mal Sondock 2005. Foto: Wolfgang Schreck
"Der DJ, der als Erfinder der Diskothek galt."
Der Wahl-Kölner
Mal Sondock, geboren im Juli 1934 in Houston/Texas,
revolutionierte nicht nur das Radioprogramm in Deutschland. Seinen
größten Bekanntheitsgrad erreichte Mal Sondock mit seiner damals
bahnbrechenden Sendung "Discothek im WDR". Schnell erlangte
seine Radiosendung Kultstatus für mehr als eine ganze
Generation Musikfans.
Mal Sondock starb am 9. Juni 2009,
wenige Wochen vor seinem 75. Geburtstag in Köln.
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Wann und wo wurden Sie geboren? Mal:
Am 4. Juli 1934 in Houston, Texas. Sie sind
Krebs, glauben Sie an Sternzeichen? Mal:
Nein. Absolut nicht! Mit
welcher Musik sind Sie aufgewachsen? Wenn man Texas hört, denkt man unwillkürlich
an Country. Mal: Nein, es war weder Country noch der damalige recht seichte Pop das ich hörte, sondern R&B. Das war Musik, die für weiße Heranwachsende verboten war. Es gab schwarze Radiosender, die Musik schwarzer Interpreten spielten. Das war meine Musik! Ich habe mich in die schwarzen Clubs geschlichen. Der schwarze Bezirk von Houston war selbst für Polizisten Tabu. "Der
schwarze Bezirk von Houston Unsere
farbige Putzfrau, die auf mich aufpassen sollte, hat mich mit in diese Clubs
genommen. Ich hatte den Ruf des kleinen Weißen mit der großen Seele
bekommen, weil ich mit den Musikern mitgespielt habe. Deshalb wurde ich als
Weißer in den Vierteln akzeptiert. Meine Freunde waren immer sehr
begeistert, wenn ich sie mitnahm, denn auf diese Weise konnten sie auch etwas
Verbotenes erleben.
Mal Sondock: Bereits früher schon ein musikalischer Globalplayer... Später
bin ich dann durch R&B zu „Modern Jazz“ gekommen. Mir wurde jedoch
ziemlich schnell klar, daß ich mich beruflich im Musikbereich bewege und
mehr als zwei warme Mahlzeiten im Monat haben wollte. Popmusik war der Punkt. Haben Sie
selber ein Musikinstrument gespielt? Mal: Ich habe Saxofon gespielt. Aber nur bis zu dem Tag, als Charlie Parker zu einer Jam-Session auftauchte. Als ich ihn spielen hörte, packte ich mein Instrument zusammen und ich habe es bis zum heutigen Tag nicht mehr gespielt. "Als
ich ihn spielen hörte, packte ich mein Instrument zusammen Mir war
klar geworden, daß ich ein solches Niveau, welches Charlie Parker an den Tag
legte, niemals erreichen würde. Also sagte ich mir: „Wunderbar, dann werde
ich also Musik-Eunuch“. Das sind Menschen wie beispielsweise Musikkritiker,
die über Musik schreiben, aber nicht in der Lage sind, welche zu machen.
Musikalischer Globalplayer heute. Ihre erste
gekaufte Single? Mal: Angesichts meines Alters könnte man vermuten, dass bereits Edison mich bemustert hat. (lacht) Stimmt aber nicht. Ich habe schon in sehr jungen Jahren für das Radio gearbeitet und wurde immer bemustert. Das heißt ich, ich musste mir nichts kaufen.
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