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Anscheinend war die Idee gut, da Sie nun eine Firma haben und nicht tingeln müssen.   

Mal: Ich stand mit dem Rücken zur Wand und wie das oft im Leben so ist, hat man dann die rettende Idee. Ich machte deutlich, daß Coca-Cola ein erstklassiges Produkt ist und nicht durch einen zweitklassigen Werbeträger promotet werden dürfe.

Denn nachgespielte Instrumentalversionen von Hits seien nichts anderes als zweitklassige Werbeträger, die von den Jugendlichen nicht angenommen würden. Das machte ich deutlich. Immer wenn ich in Urlaub fuhr, produzierte ich für „Diskothek im WDR“ Oldiesendungen vor, die in meiner Abwesenheit liefen.  


"Ich stand mit dem Rücken zur Wand und wie das im 
Leben so ist, hat man dann die rettende Idee."


Diese Sendungen hatten die gleiche positive Resonanz wie die Aktuellen. Meine Idee, den Sampler mit Oldies der Originalinterpreten zu bestücken, wurde abgenickt. Das war eine spontane Idee und ich hatte nicht die geringste Ahnung, ob ich überhaupt die Rechte an den Stücken erhalten würde.

Die deutschen Plattenfirmen haben abgelehnt. Ich hatte mich mit dem Angebot „altes Archivmaterial gegen Bargeld“ an meine alten Armeefreunde gewandt, die sehr begeistert waren.  


Neben guter Musik liebt Mal Sondock auch gutes Essen...


Verfügten Sie denn in dieser Zeit über das nötige Bargeld?  

Mal: Nein, ich mußte zu meiner Bank gehen und der Bankchef war ein Fan von mir. Er hat mir die 40.000 Dollar die ich brauchte, bewilligt. Als Sicherheit genügte ihm meine Schreibmaschine und mein altes Auto, denn über Ländereien und ein eigenes Haus verfügte ich nicht.  


"Als Sicherheit genügte ihm meine Schreibmaschine und mein altes Auto,
denn über Länderein und ein eigenes Haus verfügte ich nicht."


Ich bekam das Geld umgehend, flog nach Amerika und kam mit dem Material zurück. So entstand der allererster Sampler auf dem Markt und das noch bevor K-Tel und Arcade ihre ersten Sampler produzierten. Dieser verkaufte sich außerordentlich gut und versetzte mich in die Lage, den Diskotheken den Rücken zu kehren.  

Dann ließen die Nachfolgeaufträge wahrscheinlich nicht so lange auf sich warten?  

Mal: Der nächste Auftraggeber war die Sparkasse, die versuchte, ihr Image von Waisen und Witwen in Richtung Jugendlichkeit zu trimmen. Für sie produzierte ich eine Schallplatte, die zu Gunsten kommunaler Projekte und Initiativen verkauft wurde.  


...und schöne Reisen.


Gibt so etwas wie eine persönliche Erfolgsformel?  

Mal: Berate Leute ob sie beraten werden wollen oder auch nicht und sag immer was Du denkst. Nach dieser Philosophie habe ich mich bemüht, mein Leben zu leben.  

Woran arbeiten Sie zur Zeit?  

Mal: Ich besitze eine Firma, die digitale Werbemittel für Firmen erstellt. Das können DVDs sein oder auch Audio-CDs. Ziel dieser Produkte ist die Umsatzsteigerung, Imageverbesserung und Verstärkung der Kundentreue. Das macht mir Spaß und damit verdiene ich mein Geld.  

Vielen Dank für das Interview.  

 

 

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